Mittwoch, 11. Januar 2017

Geschäftemacherei mit DVB-T2

Die Verbraucherzentralen beschäftigen sich weiter intensiv mit dem Umstieg DVB-T2 HD. Die VZ NRW konstatiert jetzt eine verstärkte Geschäftemacherei mit Antennenzuschauern, „denen mit Hinweisen auf die DVB-T-Abschaltung teure Kabelverträge als Ersatz angeboten worden sind oder die Postwurfsendungen von IPTV-Anbietern bekommen haben“. Da könnten Zuschauer in eine Falle geraten. „Während ein Kabelanschluss mit rund 15 bis 20 Euro pro Monat zu Buche schlägt, muss man bei DVB-T2 HD lediglich für die Privatsender rund fünf Euro pro Monat bezahlen“, so Michael Gundall, Fernsehexperte der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Zudem machten lange Laufzeiten Kabel- oder IPTV-Verträge unattraktiv. Außerdem biete DVB-T2 HD im Gegensatz zum Fernsehkabel „echtes Full HD“. Während DVB-T2 HD in vielen aktuellen Fernsehern integriert ist, muss für IPTV-Verträge grundsätzlich ein Zusatzgerät gemietet oder gekauft werden, das „wesentlich teurer als ein DVB-T2-HD-Receiver ist“. Störungen des DSL-Netzes beeinträchtigen im Gegensatz zur Terrestrik den IPTV-Empfang.