Sonntag, 1. Januar 2017

RTL und Pro7Sat1 tun sich keinen Gefallen

Meinung:

RTL und Pro7Sat1 tun sich keinen Gefallen, wenn sie ihre Programme über Antenne (DVB-T2) nur noch verschlüsselt ausstrahlen lassen. Ab dem 29.03.2017 verschwinden die Privaten. Aber gemach, gemach und keine Panik, da kann sich noch einiges ändern. Wer bezahlt schon rund 70 Euro im Jahr, um sich jede Menge Werbung und Serienmassenware anzuschauen. Beides wird mit HD, dem hochauflösenden Bild, auch nicht besser. Das werden die beiden großen privaten Anbieter merken.

Sicher, die Verschlüsselung betrifft zunächst nur die Zuschauer, die über Antenne schauen. Das sind in Deutschland rund 3 - 4 Millionen. Es betrifft aber auch die, die mit dem sog. "Überallfernsehen" mit Wohnmobil und Campingausrüstung unterwegs sind. Schlussendlich, um das Jahr 2022 herum, wollen die Privaten auch SAT und Kabel verschlüsseln und kassieren.

Ob dieses Geschäftsmodell, Zuschauer an die werbetreibende Wirtschaft zu verschachern und von beiden zu kassieren, in Deutschland zündet ist sehr fragwürdig. Die jedem Menschen zustehende TV-Grundversorgung, das ist z.B. in Alten- und Pflegeheimen durchaus bedeutsam, beinnhaltet ohnehin nur die Öffentlich-Rechtlichen TV-Programme der ARD, des ZDF und der Länder. Damit kommt man sehr gut aus.

Die Privaten betreiben im Augenblick soetwas wie Panikmache und treiben bei Zuschauern die Angst vor dem schwarzen Bildschirm in die Höhe. Vielfach wird zumindest bei RTL und Pro7SAT1 das Bild schwarz bleiben. Noch sind längst nicht alle Programme, die auf der Anbieter-Webseite von freenet gelistet sind, sicher dabei. ServusTV, Tele5, Sport1, QVC, DMAX und sogar BibelTV könnten sich zu echten Größen im freien Fernsehen in Deutschland entwickeln.

Abwarten, Tee trinken und keine Panik schieben, lautet die Parole. Gutes Programm gibt es auch nach dem 29.03.2017 und das kostet nur die ohnehin fällige Rundfunkgebühr.