Mittwoch, 18. April 2018

Irgendwann Abschaltung aller UKW-Sender

Irgendwann wird sie kommen: die Abschaltung aller UKW-Sender in Deutschland. Nicht jetzt, nicht morgen, aber dann. Der Streit um die Bezahlung der UKW-Antennenmiete in einigen Regionen deutet darauf hin. Nach dem Verkauf der Antennenanlagen wollen die neuen Eigentümer rund 30 % mehr Miete haben. Wer nicht bezahlt, wird abgeschaltet. Eine Mietpreisbremse, die ohnehin nicht wirkungsvoll wäre, wie man an Wohnungsmieten sieht, gibt es da nicht.

DAB+ ist also die kommende Sendeform, verbunden mit einem kräftigen Auftragsschub für die Gerätehersteller. Erst ca. 20 % der Radiohörer haben mindestens ein Gerät, das DAB+ empfangen kann. Und das steht wahrscheinlich in der Küche.

DAB+ kommt also. Es bringt tatsächlich mehr Sender in bester Qualität, wenn man sich in einem Empfangsgebiet befindet, in dem eine einfache Zimmerantenne sicheren Empfang bietet. Wie bei digitalen Übertragungen üblich, hat man Empfang oder nicht. Dazwischen gibt es nichts oder man ist vom Wetter anhängig. Also sollte man sich erst einen Überblick über die DAB+Empfangsmöglichkeiten verschaffen (Empfangsprognose).

Mehr Programminfos

Hier - ich gehe vom Raum Bremen/Unterweser aus - brauchen wir uns keine Gedanken machen. Eine Zimmerantenne reicht aus, sofern der Empfang der Bremer Sender eingestellt ist. Wer NDR1-Radio Niedersachsen hören möchte, muss sich allerdings mit dem Regionalprogramm aus Hannover begnügen, statt dem Studio Oldenburg. Das sollte schön längst vom NDR geändert sein. Selbstverständlich kann man auch die für Niedersachsen bestimmten Programme hören. In den Randgebieten muss man einfach mal hören, welcher Empfang besser ist. Das Programmangebot ist, neben den jeweiligen Programmen aus den Landesfunkhäusern, im wesentlichen identisch.

Mehr Programminfos

Derzeit arbeitet man am Aufbau einer zweiten DAB+Senderkette, die dann auch regionale Programmanbieter berücksichtigen soll. Man könnte dann z.B. das in Bremen sehr beliebte "Radio Roland" oder den "Bürgerfunk" (radio weser.tv) im gesamten Unterweserraum hören, oder eben auch FFN oder Antenne Niedersachsen.

Hier finden Sie eine Übersicht über die aktuellen DAB+Empfänger.




Mittwoch, 11. April 2018

Digitale Dividende 2 bedeutet Kanal-Umzug

Im Zusammenhang mit dem Umstieg von DVB-T auf DVB-T2 HD werden zahlreiche Kanalwechsel notwendig. Die Umstiegstermine beginnen am 24./25. April und laufen mindestens bis in den April 2019 hinein. Hintergrund für die umfangreichen Massnahmen ist die „Digitale Dividende 2“. In deren Folge verliert das Fernsehen alle UHF-Kanäle oberhalb des K 48. DVB-T2 HD  kann also nur auf 2/3 der bisherigen Ressourcen zurückgreifen, obgleich DVB-T2 HD wegen Freenet TV mehr Multiplexe als das alte DVB-T benötigt.

Im Raum Bremen/Unterweser sind die Sender Steinkimmen und Bremerhaven-Schiffdorf betroffen, die beide im kommenden Jahr vom Kanal 55 auf den Kanal 30 umziehen müssen. Die Sendeleistung bleibt bei 100 bzw. 10 kw. Das bedeutet für die Nutzer, dass ein Sendesuchlauf auf Kanal 30 nötig ist, um wieder die Dritten von NDR, WDR, MDR, HR und BR in HD zu empfangen. Gleich nebenan, auf Kanal 29, sendet die ARD ihre "ersten" Programme. Man darf gespannt sein, ob es da zu gegenseitigen Störungen kommen kann. Techniker sagen alledings, dass Störungen sehr unwahrscheinlich sind.

Bei der ARD überlegt man, ob nicht auch das Program "ARD Alpha", dann auch in HD, ausgestrahlt werden kann. ARD Alpha, das eigentlich als Bildungskanal angelegt ist, hat sich durch seine guten Dokumentationen und Diskussionsrunden ohne die übliche Hektik bei vielen Zusschauern einen guten Namen gemacht. Technisch ist es kein Problem, so hört man, statt fünf Kanälen eben sechs Kanäle in HD auszustrahlen. Bei sieben TV-Programme auf einem "Mux" sei in etwa die Belastungsgrenze erreicht. Es bleibt also noch Luft nach oben.

Montag, 2. April 2018

Wichtiger Hinweis für MP3-Nutzer

"Alle Nutzer, die noch keinen Musikstreaming-Dienst verwenden, sollten jetzt schnell handeln. Der Patentschutz des MP3-Formats ist schon vor einem Jahr abgelaufen, sodass die Audiodateien demnächst ungültig werden. Bereits heruntergeladene Musik bleibt über den sogenannten MP3 Legalizer gültig, welcher derzeit mit 14 Euro zu Buche schlägt."

Mittwoch, 28. März 2018

Situation in der Pflege: So ist es!


Fröhliches Liken und Teilen


Auszüge aus den allgemeinen Geschäftsbedingungen von Dingens, einem relativ bekannten sozialen Netzwerk:

"Wir sammeln die Inhalte und sonstigen Informationen, die du bereitstellst, wenn du unsere Dienste nutzt;  dazu gehören auch (...) das Erstellen oder Teilen von Inhalten sowie das Versenden von Nachrichten bzw. das Kommunizieren mit anderen. Dies können Informationen über (...) bereitgestellte Inhalte sein oder solche die in ihnen enthalten sind, z. B. der Standort, an dem ein Foto aufgenommen (...) oder das Datum, an dem eine Datei erstellt worden ist. Außerdem sammeln wir Informationen darüber, wie du unsere Dienste nutzt (...) und die Häufigkeit und Dauer deiner Aktivitäten."

"Weiterhin sammeln wir Inhalte und Informationen, die andere Personen bereitstellen, wenn sie unsere Dienste nutzen; dazu gehören auch Informationen über dich, beispielsweise, wenn sie ein Foto von dir teilen, dir eine Nachricht senden oder deine Kontaktinformationen hochladen, synchronisieren oder importieren."

"Wenn du unsere Dienste für Käufe oder finanzielle Transaktionen nutzt (...), sammeln wir Informationen über den Kauf bzw. die Transaktion. Dazu gehören auch deine Zahlungsinformationen, wie deine Kredit- oder Debitkartennummer und andere Karteninformationen sowie sonstige Konto- und Authentifizierungsinformationen und Angaben zur Abrechnung, zum Versand bzw. zu Kontaktdaten."

"Wir erhalten von Drittpartnern Informationen über dich und deine Aktivitäten auf und außerhalb von Dingens (...)"

"Je nachdem, welche Berechtigungen du erteilst hast, sammeln wir Informationen durch bzw. über die Computer, Telefone oder sonstigen Geräte, auf denen du unsere Dienste installierst bzw. durch die du auf sie zufgreifst."

"Attribute wie Betriebssystem, Hardware-Version, Geräteeinstellungen, Datei- und Software-Namen und -Arten, Batterie- und Signalstärke sowie Geräte-IDs (...) Gerätestandorte, einschließlich spezieller geografischer Standorte, beispielsweise über GPS-, Bluetooth- oder WLAN-Signale (...) Verbindungsinformationen, wie Name deines Mobilfunk- oder Internetdienstanbieters, Browsertyp, Sprache und Zeitzone, Mobilnummer und IP-Adresse."

"Du gewährst uns eine (...) übertragbare, unterlizenzierbare, gebührenfreie, weltweite Lizenz für die Nutzung jedweder IP-Inhalte, die du auf bzw. im Zusammenhang mit Dingens postest (...). Diese IP-Lizenz endet, wenn du deine IP-Inhalte oder dein Konto löschst; es sei denn, deine Inhalte wurden mit anderen geteilt und diese haben die Inhalte nicht gelöscht."

"Du wirst Dingens nicht verwenden, um irgendwelche rechtswidrigen, irreführenden, bösartigen oder diskriminierenden Handlungen durchzuführen"

"Du wirst dafür sorgen, dass deine Kontaktinformationen stets korrekt sind und sich auf dem neuesten Stand befinden."

"Du wirst Dingens nicht verwenden, wenn du unter 13 Jahre alt bist."

"Du erteilst uns deine Erlaubnis zur Nutzung deines Namens, Profilbildes sowie deiner Inhalte und Informationen im Zusammenhang mit kommerziellen, gesponserten oder verwandten Inhalten (...), die von uns zur Verfügung gestellt oder aufgewertet werden. Dies bedeutet beispielsweise, dass du einem Unternehmen bzw. einem sonstigen Rechtsträger die Erlaubnis erteilst, uns dafür zu bezahlen, deinen Namen und/oder dein Profilbild zusammen mit deinen Inhalten oder Informationen ohne irgendeine Vergütung für dich anzuzeigen."

"Dir ist bewusst, dass wir bezahlte Dienste und Kommunikationen möglicherweise nicht immer als solche kennzeichnen."

"Du wirst Dingens nicht verwenden, wenn du ein verurteilter Sexualstraftäter bist."

"Deine weitere Nutzung der Dingens-Dienste nach der Bekanntgabe von Änderungen an unseren Bedingungen bzw. Richtlinien bedeutet gleichzeitig dein Akzeptieren unserer geänderten Bedingungen bzw. Richtlinien."

"Wenn jemand einen Anspruch bezüglich deiner Handlungen, deiner Inhalte oder deiner Informationen auf Dingens gegen uns erhebt, wirst du uns von sämtlichen Schäden, Verlusten und Ausgaben (einschließlich angemessener Anwaltshonorare und Rechtskosten) im Zusammenhang mit einem derartigen Anspruch schadlos halten."

Also dann, fröhliches Liken und Teilen!

Arm in Deutschland?


Dienstag, 27. März 2018

Freenet via Sat ab 28. März

„Freenet TV“ wird ab dem 28. März nicht nur via DVB-T2 HD sondern auch via Satellit (Astra 19,2° Ost) zu empfangen sein. Das neue Pay TV-Angebot umfasst in erster Linie die HDTV-Versionen der großen Privatsender.

Eine Ausweitung des Programmangebots ist in Zukunft geplant. Im Unterschied zu „Freenet TV“ via DVB-T2 HD werden die Sender via Satellit nicht in 1080p mit HEVC/H.265-Kompression sondern 1080i mit H.264-Kompression angeboten. Freenet verbreitet die Programme nicht über einen eigenen Satellitentransponder sondern nutzt die Frequenzen, die bereits für HD+ zum Einsatz kommen. Für die einzelnen Sender wird einfach eine zusätzliche Verschlüsselungskennung für das Irdeto-System von Freenet TV aufgeschaltet. Im Unterschied zu HD+ gibt es bei Freenet TV keine Smartcard sondern die Nutzer-ID ist direkt in das Empfangsmodul integriert.

Ebenso wie beim Empfang via Antenne kostet auch „Freenet TV“ via Satellit 5,75 EUR pro Monat. Für den Empfang kann das bereits erhältliche Freenet TV CI+ Modul genutzt werden. Das Modul kostet 79,99 EUR. Alternativ gibt es von Technisat auch einen Satelliten-Receiver für den Empfang von „Freenet TV“. Der Technisat DIGIT S4 Freenet TV mit integriertem Freenet TV-Modul kostet 109,99 EUR und ermöglicht auch die Aufnahme von Programmen auf einer USB-Festplatte sofern dies nicht von den Sendern unterbunden wird. Zum Start gibt es als „Willkommensgeschenk“ für drei Monate „Freenet TV“ gratis.

Amazon-Preis: 97,02 Euro

Sonntag, 25. März 2018

Parteien zwitschern gern

Die sozialen Medien haben es in sich, nämlich viel heisse Luft. Da wird manche Sau durchs Dorf gejagt, die zwei Klicks weiter schon wieder vergessen ist. Der Nutzer bewegt sich fast ständig in einer Wolke aus eigener Meinung und je mehr er "Likes" verteilt, um so mehr wird er in seiner eigenen Meinung bestärkt. Irgendwann ist die Blase in sich geschlossen, das Weltbild fertig - und absolut subjektiv und einseitig! Na, und wie nennt man Menschen, die sich nur noch egoistisch und eindimensional verhalten und bestensfalls Smileys versenden können? Ich überlasse es Ihrer geschätzten Phantasie!

Man kann aber auch sich das Beste heraussuchen aus dem Hintergrundgeräusch der sozialen Medien und einfach einmal gegenüberstellen. Ich habe das mal mit den Twitter-Äusserungen der mittlerweile nicht mehr ganz so großen Parteien aus dem deutschen Bundestag gemacht. Nicht nur Donald Trump, sondern auch viele heimische Politiker fühlen sich bemüssigt (oder berechtigt) das Volk per Twitter anzusprechen. Sie, liebe Besucher dieser Webseite, können sich selbst ein Urteil bilden und das so objektiv, wie es in Zeiten der sozialen Medien möglich ist. Ich habe festgestellt, dass sich die "Mandatsträger" im Bundestag nicht von anderen Twitter-Nutzern unterscheiden. Auch da viel heiße Luft, aber hier eben als Politik verkauft.

Besuchen Sie Timelines-Quick.

Dienstag, 13. März 2018

Veränderungen beim TV-Empfang über SAT

Die Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten (ARD) verlängert die Partnerschaft mit dem Luxemburger Satellitenbetreiber SES. Die Vereinbarung umfasst eine SD-Übertragung öffentlich-rechtlicher Programme bis Mitte 2020. Damit sichert sich die ARD Transponderkapazitäten über die Astra Orbitalposition 19,2° Ost. „Auch acht Jahre nachdem wir gemeinsam mit den öffentlich-rechtlichen Programmen HD gestartet haben, ist SD nach wie vor in den meisten Haushalten gelebter Standard“, freut sich Astra-Geschäftsführer Deutschland Christoph Mühlich. Die ProSiebenSat1-Gruppe hatte ihren Vertrag in gleicher Sache im Dezember für einen ungenannten Zeitraum verlängert. Dies geschah auch vor dem Hintergrund einer 55 Mio.-Euro Strafzahlung an das Bundeskartellamt: Wegen unzulässiger Absprachen der Privatsender über eine kostenpflichtige Vernarktung ihrer SD-Programme hatten die Kartellwächter erzwungen, dass diese bis 2022 über Sat und Kabel frei empfangbar und ohne Kopierschutz zu verbreiten sind. Astra ist der führende Empfangsweg in Deutschland: Ende 2016 empfingen in Deutschland 17,6 Millionen TV-Haushalte ihre Programme über Satellit.

Konkret bedeutet das: Die Öffentlich-Rechtlichen Sender, wie ARD und ZDF, bleiben bis 2020 in SD-Qualität über ASTRA empfangbar. Danach nur noch in HD, aber immerhin weiter kostenlos. Ab 2022 sind dann auch die Privatsender, wie RTL, SAT1, Pro7, Vox usw., per Satellit nur noch verschlüsselt und gegen Gebühr in HD-Qualität zu empfangen. Das Verfahren zur Freischaltung und Bezahlung wird ähnlich laufen, wie bereits jetzt schon beim Antennenempfang über DVB-T2. Die Abstrahlungen in der bekannten Standard-Auflösung über SAT wird spätestens dann komplett eingestellt.

Im Kabel: Die Deutsche Telekom kündigt die Abschaltung analoger TV-Sender in ihren Kabelnetzen an. Laut einer Meldung beginnt das im April mit Pilotprojekten in Bayern und Baden-Württemberg. Nach der Fußball-WM und bis zum Jahresende folgen die restlichen Versorgungsgebiete; genaue Termine werden noch nicht genannt.