Mittwoch, 20. Juni 2018

Noch mehr nervige Werbung im TV


Manchmal kann ich die EU-Skeptiker gut verstehen. Die EU erhöht jetzt den erlaubten Zeitanteil an Werbung pro TV-Stunde auf 20 %, und das frei verteilbar. Das kann bedeuten, dass die Privat-Zuschauer in der Primetime 18 - 22 Uhr mit Werbung zugeschüttet werden, während in der zuschauer-schwächeren Zeit weniger Werbung kommt. ARD und ZDF tangiert das wenig. Sie dürfen (erfreulicherweise) nur in der Zeit von 18 - 20 Uhr ein paar Minuten Werbung bringen.

Die Entwicklung in Europa ist um so erstaunlicher, da die großen US-Networks dazu übergegangen sind ihre Werbezeiten zu reduzieren. Fox auf max. 2 Minuten und NBC immerhin auf unter 20 %.(pro 60 Minuten).

Mir persönlich geht es schon seit langem so: wenn ich zufälligerweise mal bei RTL oder Pro7 hängen bleibe und es kommt Werbung, bin ich weg. Genauer gesagt: ich bin raus aus dem Film, auch wenn er noch so interessant oder spannend ist. Werbung macht für mich das Fernsehen kaputt. Und das muss ich mir nicht antun!

EU schikaniert Internetnutzer

Demnächst sollen Upload-Filter vorgeschrieben werden. So will es die EU. Diese Upload-Filter sollen nicht nur wie bei Google für Videos gelten, sondern auch für alle anderen Inhalte. Die meisten betroffenen Webseiten werden überhaupt nicht in der Lage sein, solch ein Verfahren selbst zu entwickeln - denn dies erfordert umfassende personelle und finanzielle Ressourcen, auf die vielleicht ein Konzern wie Google zurückgreifen kann, nicht aber eine sehr viel kleinere Community.

Seitens der Verfechter in der EU gab es auf diesen Einwand hin den Hinweis, dass eine Eigenentwicklung ja nicht zwingend notwendig sei, sondern auch die Technologie eines externen Anbieters lizenziert werden könne. Das würde dann aber beispielsweise bedeuten, dass zukünftig vielleicht ein Filtersystem von einem mächtigen Konzern wie Google darüber entscheiden soll, welche Inhalte in die Wikipedia geschrieben werden. Hier braucht man nicht besonders viel Phantasie, um die heraufziehenden Probleme zu erkennen.

Mehr dazu bei WinFuture .....

Donnerstag, 31. Mai 2018

Stoppt Pelz 2


Ja, nun erklären Sie das mal! Und schauen Sie dem Tier dabei in die Augen!

Dienstag, 29. Mai 2018

Freenet mit Aufnahmefunktion?

Freenet TV hat sein CI+-Modul um eine Aufnahmefunktion erweitert. Kunden des kostenpflichtigen HDTV-Pakets privater TV-Sender könnten so den Mehrwegeempfang moderner TV-Geräte (Triple Tuner für Antenne, Sat und Kabel) nutzen und parallel ein Programm des Freenet-Pakets in FullHD ansehen und ein anderes aufzeichnen. Dabei soll ein Programm über Satellit, das Zweite über Antenne empfangen werden. „Einfach zu dem bestehenden Satellitenanschluss eine zusätzliche DVB-T2 Zimmerantenne anschließen – fertig“, verspricht Freenet TV. Live TV könne man „in bestem Full HD anschauen“, während die Aufzeichnung in der Standard-Qualität erfolge, heißt es weiter. Die reduzierte Bildqualität ermögliche erst die Aufzeichnung. Damit werden Auflagen der TV-Sender und Filmproduzenten umgangen. Sie wollen private Aufzeichnungen in hoher Qualität verhindern, um den Videomarkt zu erhalten.

Allerdings gibt es keinen Hinweis auf den Unterschied zwischen HDTV und „SD“ (die auf 1/4 von HDTV reduzierten Bildqualität). Auch ist ein Multi-Tuner Fernseher nicht ausreichend. Er muss zudem Sendungen aufnehmen können (pvr, auf USB-Stick oder Festplatte). Viele Antennenzuschauer werden die neue Funktion nicht nutzen können, weil z.B. das Mietrecht verhindert, eine Sat-Schüssel aufzustellen.

Für Freenet TV ist die noch lange Zeit gesicherte Verbreitung der privaten Sender in Standardqualität ein Ärgnernis. Damit lässt sich kein Geld verdienen. Ob nun alle Fernsehzuschauer die privaten Programme auch in HD, also in hoher Auflösung, sehen und dafür zusätzlich noch bezahlen wollen, wird die Zukunft zeigen. Wen die ständige Werbung und die damit verbundenen Unterbrechungen des Programms nerven, der legt ohnehin keinen Wert auf RTL, SAT1 und Konsorten.

Die Zeiten zu denen man einfach die Teleskopantenne aus dem rundlichen Röhrenportable zog und dann fernsehen könnte, z.B. die Fussball-WM oder die Formel 1, sind vorbei! Schade!

Donnerstag, 24. Mai 2018

Der Coup mit der T-Aktie

Eine kleine Schraube rückwärts, auch wenn es einigen Leuten nicht gefallen sollte! In den 1980er Jahren betrieb der Bund den massiven Ausbau der Breitbandkabel-Netze. Finanziert wurde das vom Bundespost-Ministeriums (über Steuergelder!) und von den  damaligen Gebührenzahlern (20 Pfennig monatlich wurden als „Kabelgroschen“ abgeführt). Die Netze sowohl in den Gebäuden als auch die regionalen und überregionalen Signal-Zuführungen wurden wesentlich von der Bundespost betrieben. Es war alles ein wenig langatmig und behäbig, ein Staatsbetrieb eben. Aber es funktionierte zuverlässig.

Ende der 1990er Jahre gelang der Finanzwelt dann der Coup mit der T-Aktie! Sogar Prominente halfen dabei den kleinen Leuten das Geld für eine angeblich unschlagbare Telekom-Aktie aus der Tasche zu ziehen. Kurze Zeit später aber fiel der Kurs dramatisch und die Leute waren ihr Geld (fast) los. Na, und wer hat den Reibach gemacht?

Das Kabelgeschäft wurde aufgrund einer EU-Forderung von der inzwischen privatisierten Telekom in die Kabel Deutschland GmbH (KDG) ausgegliedert, die ihre Netze in NRW, Baden-Württemberg und Hessen prompt weiter verkaufte. KDG wurde dann auch verkauft und ist sei 2013 Teil des britischen Telekommunikations-Konzerns Vodafone.

Das ist also, wie das in Deutschland still und heimlich sehr oft geschieht, das Eigentum des Steuerzahlers - oder würde man es "Volkseigentum nennen? - verscherbelt worden. Einige wenige haben das Geld eingesackt, aber der eigentliche Eigentümer guckte in die Röhre und wurde auch noch mit der ach so tollen Telekom-Aktie über den Tisch gezogen. Ich will hier nicht verar....t sagen.

Der Bestand an Kabelhaushalten ist seit etwa 20 Jahren rückläufig; der Marktanteil des Kabel sinkt seither sogar überproportional, weil die Gesamtzahl der TV-Haushalte ständig steigt. 1997 wurden für das Kabel 18,56 von 33,11 Mio. Fernsehhaushalten gemeldet - das war ein Marktanteil von 56 Prozent. 2017 belieferte das Kabel zwar noch 17,93 von 38,89 Mio. Haushalten. Der Marktanteil ist auf 46 Prozent gefallen. Das Kabel hat die Führungsposition an die Sat-Verbreitung verloren. Und der größte Witz ist: ARD und ZDF zahlen - also in Wirklichkeit tut dieses wiedermal der Gebührenzahler!  - auch noch Millionen an den jetzigen Kabelbetreiber, damit ihre "öffentlich-rechtlichen" Programme dort eingespeist werden.

Meiner Meinung nach kann man auch in Kabelhaushalten alle ortsüblichen öffentlich-rechtlichen TV-Programme "aus der Luft", also über Antenne per DVB-T2, bekommen. Der technische Aufwand ist gering. Und wer dann die privaten Karnevals- und Dschungelsender in HD bekommen möchte, der kann sich auch die Kosten für den Kabelanschluss leisten, zumal wir alle irgendwann Geld vom Staat zurückerhalten. Und das nicht wenig!

Stoppt Pelz 1

Die Zeiten, in denen der Mensch auf Pelze angewiesen war, sind längst vorbei. Also, warum wird heute noch Kleidung mit oder sogar ganz aus Tierhäuten hergestellt?

Dienstag, 22. Mai 2018

Win XP: still alive .... und ziemlich modern


Wenn es das Betriebssystem Windows XP aus dem Jahr 2001 nicht gegeben hätte, dann würde die Welt heute vielleicht ganz anders aussehen. Zumindest hätten wir heute keine Vergleichsmöglichkeit zu den aktuell gängigen Betriebssystemen. Windows XP ist nach wie vor ein sehr gutes Betriebssystem, obwohl Microsoft es seit dem Frühjahr 2014 nicht mehr aktuell hält bzw. mit Sicherheitsupdates beliefert.

Jeder, der sich irgendwie mit Rechnern beschäftigt, hat irgendwo noch eine Scheibe mit Windows XP herumliegen, vielleicht sogar mit Schlüssel. Ich sage: Bloss nicht in die Tonne kloppen! Denn: 1. XP hat schon so manchen alten Rechner wiederbelebt, 2. Man kann XP nahzu komplett nach eigenen Wünschen einrichten und 3., last but not least, XP ist sparsam. Die Krankheit der aktuellen Betriebssysteme ist, dass sie ungeheuerlich viel Arbeitsspeicher schlucken. Windows 7 braucht mind. 1 GB, um halbwegs flüssig zu laufen. Windows 10 nervt nicht nur mit immer neuen, furchtbar wichtigen Updates, nein, es erwartet auch mind. 2 GB Arbeitsspeicher. Darunter ist die Arbeit mit beiden Betriebssystemen kein Vergnügen. Auch die bedeutenderen Linux Distributionen brauchen immer mehr und machen mit im Trend zu immer mehr Arbeitsspeicher. Dabei - das ist natürlich nur etwas für Fachleute - laufen dann Dienste und Applikationen mit, die ein normaler Nutzer nie im Leben braucht.

Windows XP aber bringt auch schmalbrüstige ältere Note- und Netbooks in Schwung. 256 MB Arbeitsspeicher reichen völlig aus, darunter geht es auch. Auch bringt das Betriebssystem alles mit, zumindest in der Anlage und mit ein wenig Handarbeit, was die anderen auch haben. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass man XP von vorne bis hinten nach dem eigenen Geschmack "designen" kann. Es kann aussehen wie ein ChromeBook, es kann aussehen wie Linux Cinnamon oder wie heruntergestrippelt auf das Aussehen von Windows 98.

Ein Haken ist allerdings dabei. XP ist immer noch weltweit im Einsatz und die Struktur des Betriebssystem ist, Windows-typisch, weltweit bestens bekannt. Jeder Baukasten Hacker kann XP zu Fall bringen. Niemand sollte XP ungeschützt im Netz verwenden. Ungeschützt, das heisst es muss eine gute Firewall und ein perfekter Viren- und Trojanerscanner her. Auch MS eigne Baseline Security ist schon eine Hilfe. Das XP-eigene EMailprogramm Outlook Express ist zwar schön einfach, aber offen wie ein Scheunentor. Also, Finger davon lassen.

Viele der bekannten Software-Programme laufen nach wie vor, einige aber nicht (mehr). So machen Google und Mozilla z.B. einen Bogen um XP, aktuelle Chrome- und Firefox Browser laufen nicht mehr unter XP, und einige andere Dinge auch nicht. Man kann aber immer noch zu den älteren Versionen (vor 2015) zurückkehren.

Fazit: Es gibt also keinen Grund ältere Geräte im Keller verstauben zu lassen. Mit Windows XP tun sie es allemal und ohne Gedöns und Schnörkel. Wenn man mit den wiederbelebten Geräten ins Internet geht, sollte man der Datensicherheit seine Aufmerksamkeit schenken und gleich entsprechende Software installieren.

Bringen Sie XP mindestens auf den Stand vom Mai 2014.

Dienstag, 1. Mai 2018

Webpräsenz gaaanz einfach

Hier sind Sie richtig!
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Samstag, 28. April 2018

Fernsehfreie Zonen in Deutschland

Das ist eine interessante Frage, die noch viel Staub aufwirbeln wird. Mittlerweile gibt es in Deutschland fernsehfreie Zonen, in denen zumindest kein Öffentlich-Rechtliches TV-Programm über Antenne ausgestrahlt wird, größtenteils in Hessen, aber auch im Rheinland und Bayern. Die sog. "Digitale Dividende" bzw. die Reduzierung der TV-Frequenzen durch die Umstellung von DVB-T auf DVB-T2 HD schafft neben Engpässen eben auch Löcher. ARD und ZDF setzen in diesen Gebieten auf die Verbreitung per Sat, Kabel und IP.

Die Frage lautet aber: kommen die Länder damit ihrer Verpflichtung zur freien Verbreitung einer Fernsehgrundversorgung, das sind alle ortsüblichen öffentlichrechtlichen TV-Programme, noch nach? Gibt es dann noch für einen Haushalt die Verpflichtung die Fernsehabgabe zu leisten, wenn keine Signale mehr frei durch die Luft und ohne großen Aufwand zu empfangen sind? Sat-Schüsseln, Breitband und Kabelgebühren sind ein zusätzlicher Aufwand.

Mittwoch, 18. April 2018

Irgendwann Abschaltung aller UKW-Sender

Irgendwann wird sie kommen: die Abschaltung aller UKW-Sender in Deutschland. Nicht jetzt, nicht morgen, aber dann. Der Streit um die Bezahlung der UKW-Antennenmiete in einigen Regionen deutet darauf hin. Nach dem Verkauf der Antennenanlagen wollen die neuen Eigentümer rund 30 % mehr Miete haben. Wer nicht bezahlt, wird abgeschaltet. Eine Mietpreisbremse, die ohnehin nicht wirkungsvoll wäre, wie man an Wohnungsmieten sieht, gibt es da nicht.

DAB+ ist also die kommende Sendeform, verbunden mit einem kräftigen Auftragsschub für die Gerätehersteller. Erst ca. 20 % der Radiohörer haben mindestens ein Gerät, das DAB+ empfangen kann. Und das steht wahrscheinlich in der Küche.

DAB+ kommt also. Es bringt tatsächlich mehr Sender in bester Qualität, wenn man sich in einem Empfangsgebiet befindet, in dem eine einfache Zimmerantenne sicheren Empfang bietet. Wie bei digitalen Übertragungen üblich, hat man Empfang oder nicht. Dazwischen gibt es nichts oder man ist vom Wetter anhängig. Also sollte man sich erst einen Überblick über die DAB+Empfangsmöglichkeiten verschaffen (Empfangsprognose).

Mehr Programminfos

Hier - ich gehe vom Raum Bremen/Unterweser aus - brauchen wir uns keine Gedanken machen. Eine Zimmerantenne reicht aus, sofern der Empfang der Bremer Sender eingestellt ist. Wer NDR1-Radio Niedersachsen hören möchte, muss sich allerdings mit dem Regionalprogramm aus Hannover begnügen, statt dem Studio Oldenburg. Das sollte schön längst vom NDR geändert sein. Selbstverständlich kann man auch die für Niedersachsen bestimmten Programme hören. In den Randgebieten muss man einfach mal hören, welcher Empfang besser ist. Das Programmangebot ist, neben den jeweiligen Programmen aus den Landesfunkhäusern, im wesentlichen identisch.

Mehr Programminfos

Derzeit arbeitet man am Aufbau einer zweiten DAB+Senderkette, die dann auch regionale Programmanbieter berücksichtigen soll. Man könnte dann z.B. das in Bremen sehr beliebte "Radio Roland" oder den "Bürgerfunk" (radio weser.tv) im gesamten Unterweserraum hören, oder eben auch FFN oder Antenne Niedersachsen.

Hier finden Sie eine Übersicht über die aktuellen DAB+Empfänger.