Montag, 23. Juli 2018

Mesut Özil ist ein guter Fussballspieler - na und?

Bei dem Schwachsinn um Mesut Özil, der derzeit durch Presse geistert, von Sozialen Medien gepusht, von DFB-Menschen gedreht und gewendet und von Stammtisch-gebeugten, simplen Geister nachgeplappert wird, kann ich eigentlich nur das kalte Kotzen kriegen. Mesut Özil ist ein Spieler der deutschen Fussball-Nationalmannschaft, der ein Foto von sich und dem türkischen Staatspräsidenten nicht sofort zerrissen hat. Warum auch? Den Mist darum haben doch die selbstgemachten DFB-Granden verzapft. Und warum haben wir eigentlich Zeit uns über soetwas aufzuregen? Sommerloch?

Als Antwort fällt mir  sofort - nicht jeder wird's verstehen  - der Hartmann-Monolog aus Zuckmeier's "Des Teufels General" ein. In Des Teufels General kommt die Metapher von der "Völkermühle" bei einem Gespräch zwischen Luftwaffengeneral Harras und Fliegerleutnant Hartmann zum ersten Mal vor, als sich Hartmann über seinen „Ariernachweis“ Gedanken macht, da seine Verlobte wegen einer Unklarheit in seinem Stammbaum die Verlobung gelöst hat, denn eine seiner Urgroßmütter scheint aus dem Ausland gekommen zu sein, während seine übrige Familie aus dem Rheinland stammt.

Harras entgegnet ihm wütend:
"Na, und was wissen Sie denn über die Seitensprünge der Frau Ururgroßmutter? Die hat doch sicher keinen Ariernachweis verlangt."

Und er gibt ihm zu bedenken:
"... was kann da nicht alles vorgekommen sein in einer alten Familie. Vom Rhein – noch dazu. Vom Rhein. Von der großen Völkermühle. Von der Kelter Europas!"

Nach diesem Vergleich mit dem Weinbau fährt Harras ruhiger fort:

"Und jetzt stellen Sie sich doch mal Ihre Ahnenreihe vor – seit Christi Geburt. Da war ein römischer Feldhauptmann, ein schwarzer Kerl, braun wie ne reife Olive, der hat einem blonden Mädchen Latein beigebracht. Und dann kam ein jüdischer Gewürzhändler in die Familie, das war ein ernster Mensch, der ist noch vor der Heirat Christ geworden und hat die katholische Haustradition begründet. – Und dann kam ein griechischer Arzt dazu, oder ein keltischer Legionär, ein Graubündner Landsknecht, ein schwedischer Reiter, ein Soldat Napoleons, ein desertierter Kosak, ein Schwarzwälder Flözer, ein wandernder Müllerbursch vom Elsaß, ein dicker Schiffer aus Holland, ein Magyar, ein Pandur, ein Offizier aus Wien, ein französischer Schauspieler, ein böhmischer Musikant – das hat alles am Rhein gelebt, gerauft, gesoffen und gesungen und Kinder gezeugt – und – und der Goethe, der kam aus demselben Topf, und der Beethoven und der Gutenberg, und der Matthias Grünewald, und – ach was, schau im Lexikon nach. Es waren die Besten, mein Lieber! Die Besten der Welt! Und warum? Weil sich die Völker dort vermischt haben. Vermischt – wie die Wasser aus Quellen und Bächen und Flüssen, damit sie zu einem großen, lebendigen Strom zusammenrinnen. Vom Rhein – das heißt: vom Abendland. Das ist natürlicher Adel. Das ist Rasse. Seien Sie stolz darauf, Hartmann – und hängen Sie die Papiere Ihrer Großmutter in den Abtritt. Prost."

Mesut Özil kommt aus Gelsenkirchen. Da wurde er geboren. Er spricht Deutsch und seine Ur-Ur-Ur-Ur-Großmutter väterlicherseits hiess Lotte Hertha Müller. Sie ist damals vom Rhein an den Bosperus ausgewandert und hat dort geheiratet.

Donnerstag, 19. Juli 2018

Audio-Streaming schlägt CD-Verkäufe

Zeitenwende auf dem deutschen Tonträgermarkt: Im ersten Halbjahr 2018 hat Audio-Streaming (+35,2%) die CD überholt und ist mit 47,8 Prozent Marktanteil nun – wie bereits in anderen Märkten – größtes Umsatzsegment. Seit Ende der 1980er Jahre, also fast 30 Jahre lang, war die sogenannte Silberscheibe das dominierende Musikformat gewesen. Inzwischen liegt sie bei einem Marktanteil von 34,4 Prozent, ihr Umsatz ist gegenüber dem ersten Halbjahr 2017 um 24,5 Prozent zurückgegangen. Auch Downloads waren weiter rückläufig (-23,4%) und kommen auf einen Marktanteil von nur noch 8,5 Prozent. Zum ersten Mal seit 2006 verzeichnete darüber hinaus auch die Schallplatte Verluste, die mit einem Minus von 13,3 Prozent derzeit 4,4 Prozent zum Gesamtumsatz beiträgt. Einziges Wachstumssegment neben Audio-Streaming war das Video-Streaming, das um 27,2 Prozent zulegte und nun 2,2 Prozent des Gesamtumsatzes ausmacht.

Das Verhältnis von physischem und digitalem Geschäft hat sich dadurch in der ersten Hälfte 2018 im Vergleich zum vorigen Jahr nun umgekehrt: Physische Tonträger (CDs, DVDs, Vinyl-LPs) liegen bei 41,1 Prozent, das Digitalgeschäft bei 58,9 Prozent.

Insgesamt hat die deutsche Musikindustrie in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres 727 Millionen Euro umgesetzt. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum (1. Hj. 2017: 742 Mio. Euro Umsatz) sind die Einnahmen aus dem Musikverkauf um zwei Prozent gesunken.

Bundesverband der Musikindustrie

Sonntag, 15. Juli 2018

Analoges Kabelfernsehen in Bremen endet am 7.8.2018

In der Nacht zum 7. August wird in Bremen das Kabelfernsehen von analog auf digital umgestellt. Das betrifft im wesentlichen lediglich 10 Prozent der Kabelnutzer, die noch mit älteren Geräten Fernsehen schauen oder Radio hören. Die schnellste Lösung ist ein digitaler Kabelempfänger, der per HDMI oder Scart-Kabel an das alte TV-Gerät angeschossen werden kann.

Die günstigste Lösung für all diejenigen, die die Privaten nicht vermissen, ist der Umstieg auf DVB-T2. Dort empfangen Sie hochauflösendes Fernsehen von ARD und ZDF (15 Programme) sowie vier private Sender (BibelTV, QVC usw.). Sie sparen die Kabelgebühren, die nicht eben günstig sind, und müssen lediglich einen aktuellen DVB-T2-Empfänger per Scart oder HDMI vor das TV-Gerät schalten. Dann einen Sendesuchlauf starten, Fertig.

Günstig ist auch die Kombination aus DVB-T2 und Kabel-Empfänger. Sie sind dann für alle Fälle bestens gerüstet.

Samstag, 7. Juli 2018

"Koof mich's" sind frei zu empfangen

Die Umstellung des TV-Antennenempfangs auf DVB-T2 hat für einige Aufregung gesorgt. Es mussten wiedermal neue Geräte angeschafft werden. Mittlerweile hat sich die Aufregung gelegt. Das liegt an den überzeugend guten TV-Bildern, wenn man Empfang hat. Das hochauflösende Fernsehen kommt richtig gut zur Geltung. Das sieht man gerade jetzt während der Fussball-WM.

Neben den öffentlich-rechtlichen Programme von ARD, ZDF und den Dritten, die die Grundversorgung bilden und kostenlos sind und bleiben, gibt es sogar einige kommerzielle Sender kostenlos auf die Zimmerantenne. Neben dem weithin unterschätzen BibleTV sind das HSE24, QVC, 1-2-3.tv und freenet-shop - allesamt Verkaufssender. Da ist es logisch, dass niemand bereit ist, dafür auch noch zu zahlen. Das wäre dann so, als müsste man für die Werbeflut der nächstliegenden Discounter auch noch wöchentlich 50 Cent auf den Tisch legen. Man ist ja froh, wenn man das viele Papier wieder los wird.

Alles in allem ist das aber ein Programmangebot, mit dem man durchaus zufrieden sein kann und gut versorgt ist. Es fehlt in diesem Paket allerdings immer noch ARD alpha. Ein echtes Bildungsprogramm täte dem Gesamtpaket sehr gut. Keine Frage! Wer beim Dschungelcamp oder Dieter Bohlen beim Sprücheklopfen zusehen möchte, der muss bezahlen. Und das jetzt auch bald über Satellit und Kabel. Vorbei die Zeiten als RTL und SAT1 Vorreiter waren. Jetzt sind sie nur noch Abspielstationen für Billigware, und das in Wiederholung. Schade, aber zu verschmerzen.


Freitag, 29. Juni 2018

Kein Rundfunkgebühren für private Kabelnetzbetreiber

Finanziert von der Rundfunk-Haushaltsabgabe stellen ARD und ZDF die Signale ihrer TV-Programme kostenlos zur Verfügung über Antenne, Satellit und Kabel. Halt, Stop: über Kabel? Über Kabel sollen ARD und ZDF noch dazubezahlen, damit Kabelnetz-Betreiber die öffentlich-rechtlichen Programme von ARD und ZDF einspeisen. Das ist ein Schlag ins Gesicht der Gebührenzahler!

Jeder in Deutschland kann diese Programme frei empfangen. Wenn Menschen also diese Programme über Kabel sehen wollen, dann sollen sie meinetwegen an die Kabelnetzbetreiber zahlen. ARD und ZDF sind nämlich nicht berechtigt Gebührengelder zu verschleudern. Und Zahlungen an die Kabelnetzbetreier gehören nicht zu den Aufgaben der Öffentlich-Rechtlichen!

Dienstag, 26. Juni 2018

ARD alpha überall per DVB-T2

ARD alpha ist ein TV-Programm, was sich wohltuend von anderen Programmen abhebt. Es verdient den Namen "Bildungskanal" durchaus zu Recht. Bildung hat bekanntlich noch nie Schäden beim Fernsehvolk bewirkt, im Gegenteil. Und auch der deutschen, öffentlich-rechtlichen Fernsehlandschaft tut ein wenig Bildung recht gut.

Technisch dürfte es kein Problem sein ARD alpha aufzuschalten. Entsprechende Kapazitäten dürften landauf, landab vorhanden sein. Und wenn es nicht anders geht, dann könnte alpha die KIKA-freie Sendezeit von 21 bis 6 Uhr nutzen. ARD und ZDF müssten sich nur einigen.

Da müssen sich die Verantwortlichen bei ARD und ZDF fragen lassen, warum ARD alpha praktisch unter Ausschluss der Öffentlichkeit läuft und noch nicht längst überall per DVB-T2, also über die einfache Antenne, zu empfangen ist.

So ist ARD alpha zur Zeit zu empfangen.

Samstag, 23. Juni 2018

Ab 27.6. mehr DAB+Radios aus Bremen

Das digitale Hörfunkangebot in Bremen bekommt Zuwachs. Zum ersten Mal werden ab dem 27. Juni auch regionale private Radioprogramme über DAB+ zu empfangen sein. Mit dem Start des sogenannten „Regionalmuxes“ werden regionale Informations- und Unterhaltungsprogramme das bereits bestehende bundesweite Angebot ergänzen. Der „Bremen-Mux“ startet zunächst mit den folgenden Programmen:
  •     ENERGY Bremen  (Radio NRJ GmbH mit Sitz in Berlin)
  •     Nordseewelle  (Radio für Ostfriesland aus Norden)
  •     Radio B2  (Schlagerradio)
  •     radio ffn  (Na, denn ...)
  •     RADIO ROLAND  (Der Sender für Fans des modernen Pop aus Bremen)

Der Medienrat der (bre(ma (Bremische Landesmedienanstalt) hatte dafür im vergangenen Jahr die Grundlage geschaffen und der Media Broadcast GmbH Übertragungskapazitäten für den Betrieb einer Digitalradio-Plattform im Land Bremen zugewiesen. In Bremerhaven werden die regionalen Privatprogramme über DAB+ im kommenden Jahr starten.

Sie haben noch kein DAB+Radio? 

Mittwoch, 20. Juni 2018

Noch mehr nervige Werbung im TV


Manchmal kann ich die EU-Skeptiker gut verstehen. Die EU erhöht jetzt den erlaubten Zeitanteil an Werbung pro TV-Stunde auf 20 %, und das frei verteilbar. Das kann bedeuten, dass die Privat-Zuschauer in der Primetime 18 - 22 Uhr mit Werbung zugeschüttet werden, während in der zuschauer-schwächeren Zeit weniger Werbung kommt. ARD und ZDF tangiert das wenig. Sie dürfen (erfreulicherweise) nur in der Zeit von 18 - 20 Uhr ein paar Minuten Werbung bringen.

Die Entwicklung in Europa ist um so erstaunlicher, da die großen US-Networks dazu übergegangen sind ihre Werbezeiten zu reduzieren. Fox auf max. 2 Minuten und NBC immerhin auf unter 20 %.(pro 60 Minuten).

Mir persönlich geht es schon seit langem so: wenn ich zufälligerweise mal bei RTL oder Pro7 hängen bleibe und es kommt Werbung, bin ich weg. Genauer gesagt: ich bin raus aus dem Film, auch wenn er noch so interessant oder spannend ist. Werbung macht für mich das Fernsehen kaputt. Und das muss ich mir nicht antun!

EU schikaniert Internetnutzer

Demnächst sollen Upload-Filter vorgeschrieben werden. So will es die EU. Diese Upload-Filter sollen nicht nur wie bei Google für Videos gelten, sondern auch für alle anderen Inhalte. Die meisten betroffenen Webseiten werden überhaupt nicht in der Lage sein, solch ein Verfahren selbst zu entwickeln - denn dies erfordert umfassende personelle und finanzielle Ressourcen, auf die vielleicht ein Konzern wie Google zurückgreifen kann, nicht aber eine sehr viel kleinere Community.

Seitens der Verfechter in der EU gab es auf diesen Einwand hin den Hinweis, dass eine Eigenentwicklung ja nicht zwingend notwendig sei, sondern auch die Technologie eines externen Anbieters lizenziert werden könne. Das würde dann aber beispielsweise bedeuten, dass zukünftig vielleicht ein Filtersystem von einem mächtigen Konzern wie Google darüber entscheiden soll, welche Inhalte in die Wikipedia geschrieben werden. Hier braucht man nicht besonders viel Phantasie, um die heraufziehenden Probleme zu erkennen.

Mehr dazu bei WinFuture .....

Donnerstag, 31. Mai 2018

Stoppt Pelz 2


Ja, nun erklären Sie das mal! Und schauen Sie dem Tier dabei in die Augen!

Dienstag, 29. Mai 2018

Freenet mit Aufnahmefunktion?

Freenet TV hat sein CI+-Modul um eine Aufnahmefunktion erweitert. Kunden des kostenpflichtigen HDTV-Pakets privater TV-Sender könnten so den Mehrwegeempfang moderner TV-Geräte (Triple Tuner für Antenne, Sat und Kabel) nutzen und parallel ein Programm des Freenet-Pakets in FullHD ansehen und ein anderes aufzeichnen. Dabei soll ein Programm über Satellit, das Zweite über Antenne empfangen werden. „Einfach zu dem bestehenden Satellitenanschluss eine zusätzliche DVB-T2 Zimmerantenne anschließen – fertig“, verspricht Freenet TV. Live TV könne man „in bestem Full HD anschauen“, während die Aufzeichnung in der Standard-Qualität erfolge, heißt es weiter. Die reduzierte Bildqualität ermögliche erst die Aufzeichnung. Damit werden Auflagen der TV-Sender und Filmproduzenten umgangen. Sie wollen private Aufzeichnungen in hoher Qualität verhindern, um den Videomarkt zu erhalten.

Allerdings gibt es keinen Hinweis auf den Unterschied zwischen HDTV und „SD“ (die auf 1/4 von HDTV reduzierten Bildqualität). Auch ist ein Multi-Tuner Fernseher nicht ausreichend. Er muss zudem Sendungen aufnehmen können (pvr, auf USB-Stick oder Festplatte). Viele Antennenzuschauer werden die neue Funktion nicht nutzen können, weil z.B. das Mietrecht verhindert, eine Sat-Schüssel aufzustellen.

Für Freenet TV ist die noch lange Zeit gesicherte Verbreitung der privaten Sender in Standardqualität ein Ärgnernis. Damit lässt sich kein Geld verdienen. Ob nun alle Fernsehzuschauer die privaten Programme auch in HD, also in hoher Auflösung, sehen und dafür zusätzlich noch bezahlen wollen, wird die Zukunft zeigen. Wen die ständige Werbung und die damit verbundenen Unterbrechungen des Programms nerven, der legt ohnehin keinen Wert auf RTL, SAT1 und Konsorten.

Die Zeiten zu denen man einfach die Teleskopantenne aus dem rundlichen Röhrenportable zog und dann fernsehen könnte, z.B. die Fussball-WM oder die Formel 1, sind vorbei! Schade!

Donnerstag, 24. Mai 2018

Der Coup mit der T-Aktie

Eine kleine Schraube rückwärts, auch wenn es einigen Leuten nicht gefallen sollte! In den 1980er Jahren betrieb der Bund den massiven Ausbau der Breitbandkabel-Netze. Finanziert wurde das vom Bundespost-Ministeriums (über Steuergelder!) und von den  damaligen Gebührenzahlern (20 Pfennig monatlich wurden als „Kabelgroschen“ abgeführt). Die Netze sowohl in den Gebäuden als auch die regionalen und überregionalen Signal-Zuführungen wurden wesentlich von der Bundespost betrieben. Es war alles ein wenig langatmig und behäbig, ein Staatsbetrieb eben. Aber es funktionierte zuverlässig.

Ende der 1990er Jahre gelang der Finanzwelt dann der Coup mit der T-Aktie! Sogar Prominente halfen dabei den kleinen Leuten das Geld für eine angeblich unschlagbare Telekom-Aktie aus der Tasche zu ziehen. Kurze Zeit später aber fiel der Kurs dramatisch und die Leute waren ihr Geld (fast) los. Na, und wer hat den Reibach gemacht?

Das Kabelgeschäft wurde aufgrund einer EU-Forderung von der inzwischen privatisierten Telekom in die Kabel Deutschland GmbH (KDG) ausgegliedert, die ihre Netze in NRW, Baden-Württemberg und Hessen prompt weiter verkaufte. KDG wurde dann auch verkauft und ist sei 2013 Teil des britischen Telekommunikations-Konzerns Vodafone.

Das ist also, wie das in Deutschland still und heimlich sehr oft geschieht, das Eigentum des Steuerzahlers - oder würde man es "Volkseigentum nennen? - verscherbelt worden. Einige wenige haben das Geld eingesackt, aber der eigentliche Eigentümer guckte in die Röhre und wurde auch noch mit der ach so tollen Telekom-Aktie über den Tisch gezogen. Ich will hier nicht verar....t sagen.

Der Bestand an Kabelhaushalten ist seit etwa 20 Jahren rückläufig; der Marktanteil des Kabel sinkt seither sogar überproportional, weil die Gesamtzahl der TV-Haushalte ständig steigt. 1997 wurden für das Kabel 18,56 von 33,11 Mio. Fernsehhaushalten gemeldet - das war ein Marktanteil von 56 Prozent. 2017 belieferte das Kabel zwar noch 17,93 von 38,89 Mio. Haushalten. Der Marktanteil ist auf 46 Prozent gefallen. Das Kabel hat die Führungsposition an die Sat-Verbreitung verloren. Und der größte Witz ist: ARD und ZDF zahlen - also in Wirklichkeit tut dieses wiedermal der Gebührenzahler!  - auch noch Millionen an den jetzigen Kabelbetreiber, damit ihre "öffentlich-rechtlichen" Programme dort eingespeist werden.

Meiner Meinung nach kann man auch in Kabelhaushalten alle ortsüblichen öffentlich-rechtlichen TV-Programme "aus der Luft", also über Antenne per DVB-T2, bekommen. Der technische Aufwand ist gering. Und wer dann die privaten Karnevals- und Dschungelsender in HD bekommen möchte, der kann sich auch die Kosten für den Kabelanschluss leisten, zumal wir alle irgendwann Geld vom Staat zurückerhalten. Und das nicht wenig!