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Nur 2734 Fahrgäste an einem Werktag

Zu teuer, zu aufwendig und zu wenig Fahrgäste
2734 Fahrgäste an einem Werktag – das ist die erste solide Zahl, die die Bremer Straßenbahn AG (BSAG) im Dezember für die Linie 4 vorgelegt hat. Es ist der Durchschnittswert der Zeitspanne vom November 2014 bis zum Oktober 2015 (wir berichteten). Dass das nicht reicht, ist allen klar, den Freunden und den Feinden der Straßenbahn. Nach Recherchen der Redaktion gilt in Deutschland die Faustregel, dass eine Bahn mit mehr als 4000 Fahrgästen pro Werktag wirtschaftlicher unterwegs ist als ein Bus. Lilienthal ist nicht Bremen, es hat nur wenig mehr als 18000 (!) Einwohner.

Der Sommer 2016 ist sonnig und heiß. Pendler fahren mit dem Rad zur Arbeit. Es ist Urlaubszeit, auch ungünstig für die Linie 4. Die Juli-Bilanz ist niederschmetternd: 1900 Fahrgäste.

Nur noch jeder zweite Regiobus fährt über die Universität nach Bremen. Die Route der anderen Busse endet am Falkenberger Straßenbahnkreisel.

Für die Kritiker in Lilienthal ist der Fall klar: Die Straßenbahn bringt Lilienthal nichts. Sie kostet nur Geld – Geld, das die Bürger als Steuerzahler aufbringen müssen. Busse fahren günstiger, völlig klar. Woanders würden die Schienen schon wieder abgebaut und Bahnen durch Busse ersetzt, heißt es. Das war mal so, vor 40 Jahren. Doch in Großstädten geht der Trend längst wieder zur Schiene. Aber teure Trendprojekte kann sich niemand leisten. Im Bremen selbst gäbe es darüber hinaus dringendere Nahverkehrprojekte.

Da tut sich ein Problem auf, dass die sog. "Umlandgemeinden" - um Lilienthal herum? - noch beschäftigen wird. Lesen Sie mehr im Weserkurier ...

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