Mittwoch, 7. November 2018

Der Reigen der SD-Abschaltungen beginnt

Sky leitet das Ende des Simulcasts in Standard- (SD) und HDTV-Bildauflösung via Astra ein. 14 SD-Programme werden laut einer Meldung am 29. November abgeschaltet. Für betroffene Abonennten werden die HDTV-Varianten ohne Aufpreis freigeschaltet. Sky ordne zugleich seine Astra-Programme neu und spare dadurch zwei seiner elf Astra-Transponder. Über deren künftige Nutzung wurde nichts bekannt.

Sky geht diesen Schritt als erster deutscher TV-Anbieter. Begünstigt wird das durch die Ausstattung mit HDTV- und UltraHD-Geräten von rund 31 Mio. bzw. 80 Prozent der Haushalte. Laut Digitalisierungsbericht Video 2018 ist in 19,8 Prozent der Haushalte auch das Zweitgerät bereits für HDTV geeignet. Als „HD-only“ gelten knapp zwei Drittel (26 Mio.) der TV-Haushalte. 69,4 Prozent sehen nach eigenen Angaben tatsächlich HDTV-Programme.

Die ARD-Anstalten und das ZDF „avisieren“ die Abschaltung ihrer SD-Programme via Astra nach Angaben der Medienanstalten für Mitte 2020. ProSiebenSat1 und RTL werden dem nicht vor 2023 folgen: Das Bundeskartellamt hatte Ende 2012 ihre Vorhaben verhindert, SD-Programme via Sat, Kabel und IPTV kostenpflichtig grundzuverschlüsseln. Das Verfahren wurde gegen Zahlung von 55 Mio. Euro Bußgeldern und gegen die Zusage eingestellt, dass die SD-Programme über Kabel, Sat und IPTV bis Ende 2022 frei empfangbar bleiben.