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Dudelfunk aus allen Rohren

Die deutschen Veranstalter von UKW- und DAB+-Radioprogrammen haben ihre Anstrengungen verstärkt, Kanäle im Internet zu starten. Das Angebot von frei empfangbaren Webradios stieg im Laufe des Jahres 2018 von 586 auf 682 - also um 16 Prozent. Neue Webradios sind eine Domäne der Privatradios, denn den ARD-Anstalten und dem Deutschlandradio ist die Ausweitung ins Netz mit neuen Programmen untersagt.

Radiostationen im Web sind allerdings in der Regel nichts anderes als Musik-Playlisten, die von irgendeinem Rechner mit Internetanbindung automatisiert erstellt und abgespielt werden. Nachrichten, Jingels oder Werbespots werden von irgendwoher, von einem darauf spezialisierten Anbieter, eingespielt. Nur wenige Streaming-Angebote werden überhaupt (live?) moderiert. Ob damit neue Hörer erreicht werden oder nur vorhandene Werbegelder umgeschichtet werden, ist äusserst fraglich. Wirklich individuell ist nur die eigene MP3-Sammlung auf dem USB-Stick.

Zusammenfassend kann man sagen: Schön, dass es diese technische Möglichkeit gibt. Man kann aber durchaus darauf verzichten. Formatradios und Dudelfunk breiten sich bereits über UKW und DAB+ aus, und das mehr als genug.

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